Bio Siegel

EU-Bioerfüllt die europäischen Mindestanforderungen. Traditionelle Bio-Siegel (Demeter, Bioland etc.) erfüllen weitaus höhere Standards.

Früher bedeuteten die Begriffe Bio und Öko lediglich, dass ein Produkt natürlich hergestellt wurde. Doch was für den einen Bauer naturnah hieß, war dem anderen schon zu künstlich. Daher hat die Europäische Gemeinschaft strenge und umfassende Vorschriften entwickelt, die für sämtliche in der EU erzeugten Bio-Produkte gelten. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Getreu diesem Motto führen unabhängige Kontrollstellen regelmäßige Kontrollen sowie unangemeldete Stichprobenkontrollen bei allen Bio-Betrieben durch. Die Kennzeichnung aller Bio-Produkte mit der Nummer der zuständigen Kontrollstelle sorgt für Transparenz und eine besonders hohe Sicherheit beim Kauf von Bio-Produkten. Nach der EG-Öko-Verordnung hergestellte Lebensmittel werden nach möglichst naturschonenden Produktionsmethoden mit besonderer Rücksicht auf den Umweltschutz erzeugt. Die Bio-Landwirtschaft verzichtet im Gegensatz zur konventionellen Landwirtschaft auf Monokulturen, die Böden einseitig auslaugen, und auf die Verwendung von Kunstdüngern sowie auf den Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel wie Fungizide, Herbizide und Insektizide. Da die langfristigen Folgen und möglichen Schäden durch genetisch veränderte Erzeugnisse nicht ausreichend erforscht sind, werden diese im Bio-Landbau nicht verwendet. Stattdessen pflanzen Bio-Landwirte vorwiegend bewährte und robuste Sorten an und verwenden ökologische Verfahren zur Schädlings- und Unkrautbekämpfung. Dazu zählt insbesondere das Anlegen sogenannter Grüngürtel zwischen den Anbauflächen, in denen sich Nützlinge wie Marienkäfer, Singvögel und Bienen wohlfühlen. Zu den wichtigsten Richtlinien der EG-Öko-Verordnung zählen etwa:

  • Verwendung von mindestens 95 Prozent landwirtschaftlich erzeugter Zutaten aus kontrolliert biologischem Anbau
  • Ausschluss gentechnisch veränderter Organismen
  • Verbot der Behandlung von Lebensmitteln mit ionisierenden Strahlen
  • kein Einsatz synthetischer Pflanzenschutzmittel
  • Verbot der Ausbringung von Klärschlamm
  • keine Verwendung leicht löslicher mineralischer Düngemittel
  • Verzicht auf Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe
  • abwechslungsreiche Fruchtfolgen (Zwei-, Drei- und Vierfelderwirtschaft)

Auch für die ökologische Tierhaltung existieren umfangreiche und strenge Vorschriften, die eine artgerechte Haltung der tierischen Hofbewohner sicherstellen. Bio-Tiere sollen ihre arttypischen Verhaltensweisen beibehalten und sich rundum wohlfühlen: Kühe dürfen auf der Weide genüsslich frisches Gras kauen, Schweine nach Herzenslust ihren Wühltrieb ausleben und Schafe und Ziegen herumlaufen und toben. Die EG-Öko-Verordnung definiert unter anderem folgende Kriterien für aktiven Tierschutz:

  • Unterkünfte in genügender Größe, ausreichende Belüftung und Helligkeit
  • Gewährleistung der Bewegungsfreiheit der Tiere und Respekt vor den natürlichen Aktiv- und Ruhephasen
  • Ernährung der Tiere ausschließlich mit Bio-Futtermitteln, keine Beimischung von Tierproteinen
  • Bevorzugung widerstandsfähiger und einheimischer Tierrassen
  • Behandlung der Tiere im Krankheitsfall vorzugsweise mit pflanzlichen bzw. homöopathischen Mitteln und Spurenelementen, nur bei schweren Krankheiten streng geregelte Verwendung anderer Arzneimittel
  • kein Einsatz von Antibiotika zu Vorbeugungszwecken
  • Verzicht auf wachstumsfördernde und ertragssteigernde Mittel
  • Verbot von gentechnischen Veränderungen
  • starke Reglementierung bei Futtermittelzukäufen
Biolandführender ökologischer Anbauverband in Deutschland. Organisch-biologische Kreislaufwirtschaft mit regionalem Fokus.

Die Fördergemeinschaft organisch-biologischer Land- und Gartenbau wurde 1971 gegründet und ist seit 1976 als Bioland e.V. bekannt. Bioland ist der größte ökologisch wirtschaftende Anbauverband Deutschlands, dem aktuell über 5.000 Landwirte sowie über 800 verarbeitende Betriebe wie Bäckereien, Metzgereien, Imker, Winzer, Molkereien, Brauereien, Mühlen, Restaurants und Safthersteller angehören. Durch staatlich anerkannte Kontrollorganisationen und durch EG-Kontrollstellen werden Felder, Grünland, Stallungen, Wirtschaftsgebäude, die Gesundheit der Tiere, Wachstum und Qualität der Feldfrüchte sowie Futter und Düngung der Mitgliedsbetriebe laufend überprüft.Bioland-Höfe sind Bauernhöfe fast so wie aus dem Bilderbuch: Zu den Bioland-Richtlinien zählen unter anderem eine sorgsame Sortenauswahl, abwechslungsreiche Fruchtfolgen, die Verwendung von Kräuterextrakten zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit und die Unterstützung von Nützlingen. Ähnlich wie Demeter-zertifizierte Betriebe streben auch Bioland-Bauern nach möglichst geschlossenen Stoffkreisläufen, die ganz ohne Kunstdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel auskommen. Der Bioland-Verband orientiert sich grundsätzlich an der EG-Öko-Verordnung und regelt viele Kriterien mit eigenen weitaus strengeren Richtlinien:

  • Umstellung des gesamten Betriebs auf ökologische Wirtschaftsweise
  • Kreislaufwirtschaft zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit
  • Züchtung von Saatgut auf dem eigenen Hof
  • Ernährung der Tiere vorwiegend mit hofeigenem Bio-Futter, strenge Tierhaltungsvorschriften, naturheilkundliche Versorgung der Tiere
  • vollständiges Verbot von Pyrethroiden
  • keine Verwendung von Blut-, Fleisch- und Knochenmehlen als Düngemittel
  • sehr strenge Einschränkung von Zusatzstoffen, ausschließliche Verwendung unbedenklicher und natürlicher Zusatzstoffe
  • kein Einsatz von Nitritpökelsalz
Demeterbäuerlich-handwerkliche Produktion nach biologisch-dynamischer Kreislaufwirtschaft.

Dass der 1928 gegründete Verband den Namen der Fruchtbarkeitsgöttin aus der griechischen Mythologie trägt, ist kein Zufall: Durch das Zusammenwirken verschiedenster biologisch-dynamischer Anbaumethoden entstehen besonders fruchtbare Böden und ein harmonisches Miteinander von Menschen, Tieren und Pflanzen. Demeter-Bauern begreifen ihren Hof als lebendigen Organismus und verstehen sich selbst als Teil der Natur. Alle Kreisläufe auf Demeter-Höfen sind geprägt von tiefem Respekt vor natürlichen Lebens- und Wachstumsprozessen sowie vor der Lebendigkeit von Böden, Pflanzen und Tieren. Daraus entstehen wertvolle und verführerisch leckere Lebensmittel mit ganz besonderem Charakter. Etwas Besonderes ist auch an Demeter-Kühen dran: Diese friedlichen Hofbewohner dürfen in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ihre imposanten Hörner tragen und werden nicht wie sonst üblich schmerzhaft enthornt. Die vollwertige Milch von Demeter-Kühen wird nicht homogenisiert und selbst von Allergikern oft sehr gut vertragen. Etwa 1.500 Landwirte wirtschaften allein in Deutschland nach den Demeter-Richtlinien, weltweit produzieren über 3.500 Betriebe in 35 Ländern nach den strengen Vorschriften des ältesten Bio-Anbauverbands. Kontinuierliche EG-Bio-Kontrollen und zusätzliche Verbandskontrollen in jedem Betrieb sorgen für ein Maximum an Transparenz und Sicherheit. Die ganzheitlich geprägten Demeter-Ansprüche gehen beispielsweise in folgenden Punkten über die EG-Bio-Verordnung weit hinaus:

  • Umstellung des gesamten Betriebs auf ökologische Wirtschaftsweise
  • aktive Förderung der Bodenfruchtbarkeit durch biologisch-dynamische Wirtschaftsweise
  • Einsatz biologisch-dynamischer Präparate zur Stärkung von Pflanzen und Böden
  • biologisch-dynamische Saatgutzüchtung auf eigenem Hof, teilweise Weiterzüchtung Jahrtausende alter Kulturpflanzen
  • art- und wesensgerechte Tierhaltung, Fütterung der Tiere überwiegend mit Futter vom eigenen Hof
  • strikte Begrenzung von Zusatzstoffen auf absolut notwendige und unbedenkliche Stoffe
  • Verbot „natürlicher Aromen“, stattdessen Aromatisierung durch reine ätherische Öle
  • Nitritpökelsalz, Enzyme und Jodzusätze sind nicht erlaubt
NaturlandNachhaltigkeits-Richtlinien für Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Textilien.

Der gemeinnützige Naturland-Verband wurde 1982 in Gräfelfing bei München gegründet und bildet heute eine der bedeutendsten Förderorganisationen des ökologischen Landbaus mit über 53.000 Mitgliedern. Naturland vereint zahlreiche deutsche Betriebe, aber auch viele Betriebe aus Afrika, Indien sowie Mittel- und Südamerika unter einem Dach. Ob es sich um einen peruanischen Kaffeebauern oder um einen Milchviehbauern im Allgäu handelt – die Einhaltung der besonders strengen Naturland-Richtlinien wird weltweit durch unabhängige, staatlich anerkannte Kontrollstellen überprüft und durch unangemeldete Kontrollbesuche sichergestellt. In einer Art „Öko-Parlament“, in das alle Mitgliedsbauern stimmberechtigte Repräsentanten entsenden, entwickelt Naturland natürliche Anbaumethoden nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Neben typischen landwirtschaftlichen Bio-Erzeugnissen blickt Naturland weit über den Tellerrand hinaus und erbringt in vielen Bereichen Pionierleistungen: Naturland-Betriebe produzieren erlesene Fische und Meeresfrüchte aus tiefblauen Gewässern, erzeugen Hölzer nach ökologischen Waldnutzungs-Richtlinien zum Schutze der Urwälder und nähen stilvolle Öko-Textilien. Daneben liegt Naturland vor allem auch die Einhaltung weitreichender Sozialstandards am Herzen. Der Verband definiert seit 2009 für alle Naturland-Mitglieder geltende Fair-Richtlinien, die eine langfristige und respektvolle Zusammenarbeit mit allen Handelspartnern sicherstellen. Darin geregelt werden eine gerechte Entlohnung, umfassende Menschenrechte, vertrauensvolle Kooperationen der Handelspartner und umfangreiche Investitionen in Arbeitsplätze, Sozial-, Kultur-, Umwelt-, Gesundheits- und Bildungsprojekte. Ebenso wie andere Öko-Anbauverbände definiert auch Naturland zahlreiche Regelungen, die deutlich über die Vorschriften der EG-Bio-Verordnung hinausgehen:

  • Umstellung des gesamten Betriebs auf ökologische Wirtschaftsweise
  • natürliche Bodenverbesserung durch vorgeschriebenen Anbau von Leguminosen
  • Düngemittel aus Blut-, Fleisch- und Knochenmehlen sind verboten
  • Futtermittel müssen zu mindestens 50 Prozent vom eigenen Hof stammen
  • ausschließlicher Einsatz von biologisch erzeugtem Substrat für den Pilzanbau
Gäa e.V.Anbauverband aus den neuen Bundesländern mit strengeren Richtlinien als die EU-Bio-Verordnungen.

Der Verband Gäa e. V. (kurz Gäa) ist ein Zusammenschluss von Landwirten, Erzeugern und Verarbeitern im Öko-Bereich mit dem Ziel, den biologischen Anbau in den neuen Bundesländern zu verbessern und zu fördern. Der Name leitet sich von dem altgriechischen Namen für die Titangöttin der Erde Gaia ab. Die Richtlinien der Gäa sind strenger als die EU-Bio-Verordnungen.Der Verband vertritt in Deutschland 485 Biohöfe mit 51.000 Hektar Fläche, die zu 90 % in Ostdeutschland liegen. In Südtirol sind 35 Höfe dem Verband angeschlossen. Der Sitz des Verbandes ist Dresden. Obwohl der Verband ursprünglich nur in der DDR existierte, und auch heute noch dessen Schwerpunkt im Osten Deutschlands liegt, gibt es inzwischen auch kleinere Verbände in Bayern, Hessen und Südtirol. Der Ursprung der Gäa liegt in den Umweltbewegungen der 1980er Jahre in der DDR. Noch vor der Wende, nämlich im Mai 1989, gründete sich der Verband als erster Anbauverband der DDR in Dresden. Anfang der 1990er Jahre erfolgt ein stetiger Aufbau auf regionaler Ebene in Landesverbänden die, in der Gäa vereint sind. 1995 werden die Gäa-Richtlinien anerkannt und der Verein wird in den Dachverband AGÖL aufgenommen. Weitere Landesverbände gründen sich 1999 in Südtirol, 2001 in Hessen und 2002 in Bayern. 2002 wird Gäa ebenfalls Gründungsmitglied im neuen Branchenverband BÖLW (Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft). 2003 erhielt Gäa als Öko-Zertifizierer die IFOAM-Akkreditierung. Damit arbeiten Gäa-Bauern und -Hersteller auf international anerkanntem Niveau. Zur Ernte 2005 erhielt Gäa die BioSuisse Direktanerkennung – damit wird der Marktzugang für Gäa-zertifizierte Verbandsware erneut verbessert. Als Antwort auf neue Anforderungen von Markt und Betrieben und die Branchenentwicklung wird der Verband 2005-2006 neu strukturiert. Die Gäa-Richtlinien sind die gemeinsame Arbeitsgrundlage aller Gäa-Betriebe. Sie beschreiben in folgenden Bereichen die Anforderungen an die Betriebsführung: Die Gäa-Richtlinien sind die gemeinsame Arbeitsgrundlage aller Gäa-Betriebe. Sie beschreiben in folgenden Bereichen die Anforderungen an die Betriebsführung:

  • Landschaftspflege und Naturschutz
  • Pflanzenbau
  • Tierhaltung einschl. spezifischer Richtlinien für
    • Aquakultur
    • Bienenhaltung
    • Kaninchen
    • Wachteln & Tauben
    • Gehegewild
  • Verbot von Gentechnik
  • Betriebsumstellung
  • Technik und Lagerung
  • Handel mit Zukaufware
  • Ressourcen- und Umweltschutz
  • Soziale Gerechtigkeit

http://gaea.de

Fairtradekennzeichnet Güter, die aus Fairem Handel stammen, ohne Kinderarbeit usw.

Der gemeinnützige Verein TransFair startete 1992 seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in Entwicklungsländern zu fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Bauern in Afrika, Lateinamerika und Asien erhalten durch Fairtrade-Standards, die unter anderem eine Fairtrade-Prämie vorschreiben, die Möglichkeit, ihre Dörfer und Familien aus eigener Kraft zu stärken und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Fairtrade-zertifizierte Bauern-Kooperativen erhalten für ihre Produkte ein stabiles Einkommen, werden wahrgenommen und treffen selbstbestimmte Entscheidungen. Angestellte auf Plantagen profitieren unter anderem von Schutzkleidung, bezahltem Urlaub und sozialer Vorsorge. Die Fairtrade-Richtlinien definieren etwa folgende für eine Zertifizierung erforderliche Kriterien:

  • Förderung, Existenzsicherung und gerechte Erlöse für Kleinbauern und Arbeiter in den Erzeugerländern
  • Zahlung von Mindestpreisen über dem Weltmarktniveau
  • Zahlung von Prämien an die Erzeugerbetriebe für Bildungs-, Gesundheits- und Infrastrukturprojekte
  • langfristige Handelsbeziehungen
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Vorfinanzierung
  • Einhaltung der international geltenden Arbeitsschutzregeln
HAND IN HANDProjekt des Naturkost-Herstellers Rapunzel zur Förderung des Fairen Handels.

Das 1987 ins Leben gerufene HAND IN HAND-Partnerprogramm von Rapunzel verknüpft die Idee des biologischen Landbaus mit der des Fairen Handels. Die von Rapunzel garantierten langfristigen Lieferbeziehungen bieten Partnern in Entwicklungsländern vielfältige Zukunftschancen und deutschen Kunden Bio-Produkte in herausragender Qualität. Ob sorgfältig von Hand verlesene Kaffeebohnen aus der Dominikanischen Republik, wild wachsende Paranüsse aus dem bolivianischen Regenwald, sonnengereifte und schonend getrocknete Mangos aus Burkina Faso oder aromatischer Sesam aus dem mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichneten ägyptischen SEKEM-Projekt – bei Natur.com finden Sie über 40 wunderbare Kostbarkeiten aus HAND IN HAND-Kooperativen. Rapunzel unterstützt zahlreiche Kleinbauern-Kooperativen und -Assoziationen unter anderem durch:

  • direkte und langfristige Lieferbeziehungen
  • faire Produktpreise deutlich über den durchschnittlichen Marktpreisen
  • menschenwürdige, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
  • soziale Absicherung der Mitarbeiter
  • Förderung gemeinnütziger Projekte
EcoVinDer größte Zusammenschluss ökologisch bewirtschafteter Weingüter.

Der ECOVIN Bundesverband Ökologischer Weinbau wurde 1985 als größter Zusammenschluss ökologisch arbeitender Weingüter in Deutschland gegründet. Rund 215 Mitgliedsbetriebe bewirtschaften derzeit 1.400 Hektar Rebfläche in 11 deutschen Anbaugebieten.Die Produkte der Mitglieder, die das Warenzeichen ECOVIN tragen, garantieren durch strenge, ständig aktualisierte und über die EU Vorgaben hinausgehende Verbandsrichtlinien, besondere Qualität und ökologische Konsequenz. Dies wird jedes Jahr von autorisierten Kontrollstellen geprüft und von ECOVIN zertifiziert. Sichtbares Zeichen für Sie: die EG- Kontrollnummer und das ECOVIN Warenzeichen auf dem Etikett. ECOVIN ist der einzige, ausschließlich auf ökologischen Weinbau spezialisierte Anbauverband.Das ECOVIN Markenzeichen garantiert Verbrauchern gehobene Qualität und ökologische Konsequenz.

ECOVIN Winzer leisten einen aktiven Beitrag zum Naturschutz: Sie schonen Boden und Wasser und bauen an einem gesunden Ökosystem im Weinberg. Indem sie Nützlinge fördern, begrenzen sie Schädlinge. Ökowinzer setzen auf den Kreislauf der Natur. Das kann man sehen, hören, riechen und schmecken, wenn man durch einen ökologischen Weinberg läuft. Im Frühjahr und Sommer blühen Traubenhyazinten und Weinbergstulpen, Kräuter verströmen ihren würzigen Duft, Schmetterlinge, Vögel und Käfer tummeln sich zwischen den Rebenzeilen. Die Vielfalt natürlicher Aromen eines blühenden Weingartens prägen den Wein auf vielfältige Weise. ECOVIN Weine versprechen einen besonderen Weingenuss mit raffinierten Geschmackserlebnissen, entstanden aus einer harmonischen Zusammenarbeit zwischen Winzer und Natur. In einer langjährigen Studie konnte die Food Standard Agency 2009 nachweisen, dass Ökoprodukte in der Regel deutlich höhere Gehalte an Antioxidantien, Vitaminen und bioaktiven Stoffen enthalten. Das schmeckt man zwar nicht unmittelbar, aber die wertvollen natürlichen Inhaltsstoffe in Ecovin Weinen können das Immunsystem unterstützen und körpereigene Enzyme mobilisieren. Eingebunden in eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensweise kann der maßvolle Genuss von Ecovin Weinen durchaus gesundheits-stabilisierende oder -fördernde Wirkung haben. Suchen Sie sich die Ecovin Weine, die Ihnen gut tun. Das Probieren lohnt sich.

BDIHNaturkosmetik-Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen und ohne Tierversuche.

Der BDIH (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel) wurde bereits 1951 gegründet und verleiht natürlichen, pflanzlichen und biologischen Kosmetika das BDIH-Prüfzeichen. Der BDIH definiert strenge Qualitätsstandards, die Transparenz und Sicherheit für den Verbraucher schaffen. Hochwertige Naturkosmetik soll der täglichen Pflege und Verschönerung des menschlichen Körpers durch sorgsam ausgewählte Zutaten aus der Natur dienen. Daher enthält BDIH-zertifizierte Naturkosmetik hautfreundliche Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Fette und Wachse, Kräuterextrakte, Blütenwässer und ätherische Öle. Neben der sorgsamen Selektion hochwertiger Rohstoffe definiert der BDIH auch umweltfreundliche Produktionsverfahren und gut recycelbare Verpackungsmaterialien. Inzwischen schenken über 150 Naturkosmetik-Hersteller aus aller Welt den BDIH-Standards ihr Vertrauen und lassen ihre Produkte nach den strengen Prüfkriterien zertifizieren und fortlaufend kontrollieren. In den umfassenden BDIH-Qualitätskriterien spielen unter anderem folgende Punkte eine wichtige Rolle:

  • Verwendung pflanzlicher Rohstoffe weitestgehend aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung
  • Verbot sämtlicher Tierversuche
  • keine Verwendung von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren wie Nerzöl, Collagen oder Frischzellen
  • kein Einsatz gentechnisch veränderter Organismen
  • Verzicht auf synthetische Farb- und Duftstoffe, ethoxilierte Rohstoffe sowie auf Erdölprodukte wie Silikone und Paraffine
  • Verbot von radioaktiver Bestrahlung der Rohstoffe und Endprodukte
NaTrueNaturkosmetik-Produkte aus ausschließlich hochwertigen Naturstoffen.

Die 2007 ins Leben gerufene Naturkosmetik-Vertretung NaTrue versteht sich als europäische Initiative für die Etablierung weltweit einheitlicher und verlässlicher Naturkosmetik-Standards, die für alle Beteiligten transparent und verständlich sind. Zudem kümmert sich NaTrue um die Verfügbarkeit hochwertiger natürlicher Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und aus kontrollierter Wildsammlung. NaTrue arbeitet nicht gewinnorientiert. Die Qualität der Kriterien wird von einem wissenschaftlichen Ausschuss überwacht. Die Mitglieder des Verbands stellen höchste Qualitätsansprüche an ihre Produkte und treten für eine bestmögliche Verträglichkeit ein. Außerdem verarbeiten sie nachwachsende Rohstoffe besonders schonend und verwenden einen größtmöglichen Bio-Anteil in ihren Kosmetika. Im Zentrum steht dabei ein ganzheitlich ausgerichtetes Konzept, das für ein Gleichgewicht von Mensch und Natur sorgt. Unter anderem legen die strengen NaTrue-Siegel-Kriterien folgende Richtlinien fest:

  • ausschließliche Verwendung von Naturstoffen, naturnahen Stoffen und naturidentischen Stoffen
  • kein Einsatz synthetischer oder chemisch veränderter Aromen
  • keine Verwendung von Rohstoffen aus toten Wirbeltieren wie Nerzöl, Collagen oder Frischzellen
  • Herstellung nur nach ausgewählten, exakt definierten Verfahren
  • kein Einsatz gentechnisch veränderter Organismen
  • umweltfreundliche Verpackungen
  • Verbot von radioaktiver Bestrahlung der Rohstoffe und Endprodukte
Agriculture BiologiqueDas Agriculture Biologique-Siegel ist das französische Pendant zum Deutschen Biosiegel.

Agriculture Biologique (fr. biologische Landwirtschaft), abgekürzt AB, ist das vom französischen Agrarministerium vergebene offizielle Siegel für Erzeugnisse aus biologischem Anbau in Frankreich. Daneben existieren verschiedene, teilweise regional begrenzte Garantiesiegel wie Nature & Progres, ECOCERT, BIOCONVERGENCE u. a., die garantieren, dass es sich um Produkte aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft nach der europäischen Öko-Verordnung handelt. Deutsches Pendant ist das Bio-Siegel.

Standards: Düngung: Verzicht auf lösliche mineralische Dünger. Gedüngt wird mit Tierexkrementen vom eigenen Hof oder anderen Bio-Betrieben sowie mit Kompost oder zur Gründüngung angebauten Leguminosen. Pflanzenschutz: chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind nicht gestattet. Unkrautbeseitigung erfolgt manuell. Verschiedenen Krankheiten versucht man mit abwechslungsreichen, weiten Fruchtfolgen zu begegnen. Weiterhin fördert man Nützlinge. Sortenwahl: es dürfen keine gentechnisch veränderten Sorten angebaut werden, wohl aber durch Züchtung resistentere. Haltbarmachung: Öko-Lebensmittel dürfen zur Haltbarmachung nicht bestrahlt werden. Ebenso wenig dürfen sie mit MCP haltbar gemacht werden. Tierhaltung: Tiere in Bio-Betrieben müssen artgerecht gehalten werden, sie verfügen über ein größeres Platzangebot als konventionell gehaltene. Das Futter stammt aus ökologischem Anbau, auf Leistungsförderer muss verzichtet werden. Insgesamt muss ein Lebensmittel um der EG-Öko-Verordnung zu entsprechen zu 95% biologisch angebaut sein.

Bio AustriaVerein zur Förderung des Biologischen Landbaus ist eine Organisation österreichischer Biobauern.

Zertifiziert von: Kontrollen bezüglich der EU-Öko-Verordnung erfolgen durch die Lebensmittelbehörden und den von ihnen zugelassenen Kontrollstellen. Darüber hinaus wird die Einhaltung der Bio Austria Richtlinien durch den Verein bzw. eine vom Verein beauftragte Person/Orga.

Eckdaten: Das österreichische Bio-Netzwerk arbeitet mit Handel, Verarbeitern, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien eng zusammen, gemeinsam für seinen Wertekanon (PDF) einzustehen. Besonders zentral sind hier die fünf Punkte Ökologie, Würde der Tiere, Forschung und Innovation, faire Preise und bio-bäuerliche Lebensmittelkultur.

Richtlinien: Kooperationspartner verpflichten sich, gemäß der Bio Austria Produktionsrichtlinien, der Bio Austria Verarbeitungsrichtlinien für Bio-Lebensmittel sowie der Bio Austria Wertewelt zu produzieren.

Größe: 20.161 Betriebe bewirtschaften eine Fläche von 361.817 ha.

Bio SuisseBio Suisse – der Dachverband der Schweizer Biolandbau-Organisationen.

Zertifiziert von: Akkreditierte Kontroll- respektive Zertifizierungsstellen, die vom Bund für die Biokontrolle anerkannt sind überprüfen, ob Produktion, Rohstoffe, Rezepturen, Verarbeitungsverfahren sowie Transport und Lagerung den Richtlinien entsprechen.

Eckdaten: Bio Suisse Tiere werden besonders artgerecht gehalten, sie verbringen speziell viel Zeit in freier Natur und unter freiem Himmel – im Sommer wie im Winter. Sie fressen mehrheitlich betriebseigenes Biofutter und profitieren im Krankheitsfall zuerst von den schonenden Behandlungsmethoden der Komplementärmedizin. Die Entfaltung des arteigenen Verhaltens, Gesundheit, Vitalität und Widerstandskraft der Tiere sind wichtiger als Höchstleistungen. Knospe-Lebensmittel sind ohne Aroma- und Farbstoffe hergestellt, auch auf Geschmacksverstärker wird verzichtet. Außerdem wird bei ihrer Herstellung auf Stabilisatoren, künstliche Vitamine und Mineralstoffe sowie synthetische Süßstoffe verzichtet. Knospe-Produkte werden ohne genveränderte Organismen produziert.

Besonderheiten: Über 10 % der Rohstoffe sind importiert, diese unterliegen gleichwertigen Richtlinien und Kontrollen.

Ziele: Der Bio Suisse verfolgt folgende Vision: „Wir bewohnen einen nachhaltigen, bäuerlich geprägten landwirtschaftlichen Lebensraum für Mensch, Tier, Pflanze und Umwelt. Im Bioland Schweiz steht ein ganzheitlicher Landbau im Zentrum, der über Generationen lebensfähig ist und authentische und gesunde Produkte erzeugt, die den Konsumierenden Geschmack und Genuss bieten.“

EKOwird von der niederländischen Organisation Skal im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums vergeben.

Das EKO-Siegel ist das niederländische Gütesiegel für Bio-Produkte. Bio-Landwirte verwenden keine chemischen Bekämpfungsmittel und Kunstdünger. Die Bio-Produkte enthalten weder künstliche Geruchs-, Farb- und Geschmacksstoffe noch gentechnisch veränderten Zutaten. An tierische Erzeugnisse werden zusätzliche Tierschutz- und Umweltbedingungen gestellt, wie beispielsweise eine geräumigere Unterbringung und Futter ohne Tierarzneimittel.Auf jedem Produkt mit einem EKO-Siegel befindet sich neben oder unter dem Gütesiegel eine Zahl. Dieser Code gibt an, aus welchem Betrieb das Produkt stammt. EKO-Produkte sind in Supermärkten, Naturkostläden, Reformhäusern, Fachgeschäften und auf Bauernmärkten erhältlich. Weitere Informationen zum EKO-Siegel: http://skal.com

USDAAmerikanisches Biosiegel für Lebensmittel und Kosmetik. Ähnelt in Organisation und Ausgestaltung dem EU-Biosiegel.

Das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium (United States Department of Agricultur – USDA) vergibt das USDA Organic Bio Siegel an Kosmetik und Lebensmittel, die in der Herstellung und dem Vertrieb den Richtlinien des National Organic Program entsprechen. Das Siegel ähnelt dem Bio Siegel nach EU-Öko-Verordnung. Abraham Lincoln gründete im Jahr 1862 eine Behörde, deren anfängliche Aufgabe das Sammeln und Verteilen von neuen Samen und Pflanzen war. Innerhalb weniger Jahre kamen weitere Aufgaben aus dem Bereich der Statistik über jährliche Ernteerträge und unterschiedliche Düngemethoden hinzu. 1889 wurde aus der kleinen Behörde das Landwirtschaftsministerium, zu dem mittlerweile mehr als 110.000 Beschäftigte zählen. Dem Landwirtschaftsministerium sind zurzeit 17 weitere Behörden unterstellt.Die Hauptaufgaben der USDA liegen im Bereich der Nahrungsmittelsicherheit, der Regelung des Agrarmarktes sowie in der Agrarwissenschaft und -forschung. Dazu gehören auch der Wald- und Landschaftsschutz sowie die Behandlung der Anliegen von Farmern und Ranchern, die ökologische Landwirtschaft betreiben.

Vergabekriterien und Verbreitung Bei regelmäßigen Kontrollen einer von der USDA zugelassenen Stelle gehören die Kontrollgebiete Produktion, Verarbeitung und Verpackung mit zu den Pflichtfeldern. Folgende Richtlinien und Regeln werden überprüft, ehe das Bio Siegel ausgegeben wird: Die Inhaltsstoffe müssen zu mindestens 95 % aus dem Bioanbau stammen. Dafür gelten die Öko-Landbau-Richtlinien des “National Organic Program”. Dieses gilt, bis auf wenige Ausnahmen, auch für Setzlinge und Saatgut. Dabei dürfen nur zugelassene Pflanzenschutzmittel und Düngemittel verwendet werden. Des Weiteren muss zwischen den herkömmlichen Anbauflächen und Flächen mit ökologischer Landwirtschaft eine Pufferzone bestehen. Auch die Zulieferer der Betriebe sind in das Zertifizierungssystem mit einzubeziehen. Für die Tierhaltung gelten Mindeststandards. Sie betreffen z.B. den Weidegang und den Auslauf von Wiederkäuern, deren Futter hauptsächlich aus dem Bioanbau stammen muss. Der Einsatz von Tierantibiotika ist untersagt, und für den Einsatz von Antiparasitika bei Zuchttieren gilt ein Verbot ab dem letzten Drittel der Trächtigkeit. Wie auch bei dem Zusatz “Bio” und “Öko” ist die Bezeichnung “organic” durch die Richtlinien des “National Organic Program” (NOP) geschützt. Herausgeber des Siegels: Amerikanisches Landwirtschaftsministerium (USDA). http://ams.usda.gov


Quellen